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    AWO Family GGmbH Nutzt Ein Sanierungsverfahren Zur Neuaufstellung

    AWO family gGmbH nutzt ein Sanierungsverfahren zur Neuaufstellung

    Der Betrieb der elf Kindertagesstätten mit rund 1000 betreuten Kindern und über 275 Mitarbeitenden wird uneingeschränkt fortgesetzt.

    PFUNGSTADT, 28.09.2026 Die AWO family gGmbH betreibt derzeit elf Kindertagesstätten in sieben Standortgemeinden des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Das Tochterunternehmen des Kreisverbandes Darmstadt-Dieburg befindet sich aufgrund veränderter und sich weiter wandelnder Rahmenbedingungen in einer angespannten wirtschaftlichen Situation. Beim Amtsgericht Darmstadt wurde am heutigen Tag ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt und zugleich die Eigenverwaltung beantragt. Mit Beschluss gleichen Tag hat das Gericht die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und Rechtsanwalt Ulrich Bert aus Darmstadt zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Der Betrieb der Kindertagesstätten wird im vorläufigen Verfahren uneingeschränkt fortgeführt. Die Geschäftsführung bleibt für die Führung der Gesellschaft verantwortlich und wird durch den vorläufigen Sachwalter fortlaufend unterstützt. Die Betreuung der rund 1000 Kinder wird in den Einrichtungen von den über 275 Mitarbeitenden wie gewohnt fortgeführt.

    Hintergrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind mehrere Entwicklungen, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Auslastung und Finanzierung der Einrichtungen ausgewirkt haben. Insbesondere die rückläufigen Kinderzahlen führen im Landkreis zu einem geringeren Bedarf an Betreuungsplätzen und damit auch zu einer niedrigeren Auslastung einzelner Einrichtungen. Die öffentlich vorliegenden Analysen der Kommunen und des Landkreises unterstreichen den rasanten demografischen Wandel und die damit einhergehende fundamentale Verschiebung der Rahmenbedingungen.

    Zusätzlich führte die Kündigung von vier Betreiberverträgen durch die Stadt Pfungstadt im Jahr 2025 zu finanziellen Schwierigkeiten. Obgleich die daraus resultierenden Rechtsstreite gütlich beigelegt werden konnten, führte dies zum Verlust von vier größeren Einrichtungen sowie zu Belastungen, die infolge der Abwicklung auf die gemeinnützige Organisation entfielen.

    Die Finanzierung der Trägergesellschaft hängt in wesentlichen Teilen von der Zahl und Auslastung der betriebenen Einrichtungen sowie den damit verbundenen Personalkosten ab. Mit sinkender Auslastung und einem geringeren Einrichtungsbestand gehen daher auch refinanzierte Erlöse zurück, während zentrale Personal-, Verwaltungs-, Miet- und Betriebskosten fortbestehen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten betreffen damit ausschließlich die finanziellen Rahmenbedingungen der Trägergesellschaft und beruhen nicht auf der pädagogischen und fachlichen Arbeit in den Kindertagesstätten.

    Im Rahmen der vorläufigen Eigenverwaltung werden nun die Kosten- und Organisationsstrukturen überprüft und an die sich signifikant veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Gemeinsam mit den beteiligten Kommunen soll eine tragfähige Perspektive für die weitere Fortführung der AWO family erarbeitet werden.

    Als Generalbevollmächtige unterstützen Rechtsanwalt Mirko Lehnert und Rechtsanwalt Roy Lublow von der Kanzlei Schiebe und Collegen aus Darmstadt das Unternehmen.

    Ansprechpartner Presse AWO family gGmbH
    Helmut Kaufmann, helmut.kaufmann@awo-family.de

    AWO family gGmbH, Ostendstraße 1, 64319 Pfungstadt, Tel. 06157/ 801724-0, info@awo-family.de, www.awo-family.de

    Über Schiebe und Collegen:
    Schiebe und Collegen ist spezialisiert auf die Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen sowie die Beratung in insolvenz- und wirtschaftsstrafrechtlichen Verfahren. Zudem zählt die Kanzlei seit mehreren Jahren zu den am häufigsten in Unternehmensinsolvenzen bestellten Kanzleien in Deutschland. Mit regionalen Schwerpunkten in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin und Bayern arbeiten mehr als 25 Juristen und insgesamt über 100 Mitarbeitende an zahlreichen Standorten zusammen.

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