ROFU Kinderland schließt Investorenvereinbarung mit handelserfahrenem Investor ab
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Hoppstädten-Weiersbach, 23. April 2026. Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH erreicht einen wichtigen Meilenstein im Eigenverwaltungsverfahren nur drei Monate nach dem Insolvenzantrag und der Eröffnung des Eigenverwaltungsverfahrens am 1. April 2026. Das Unternehmen hat eine Investorenvereinbarung mit der Kids & Scholl Holding GmbH abgeschlossen. Gesellschafter ist die TOP Locc GmbH. Achim Weniger als geschäftsführender Gesellschafter verfügt über jahrzehntelange, umfangreiche Branchenerfahrung und ein hervorragendes Netzwerk. Zusammen mit einer Investorengruppe werden die Voraussetzungen geschaffen, um ROFU finanziell zukunftsfähig und wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen.
ROFU Kinderland befindet sich seit dem 19. Januar 2026 in einem Eigenverwaltungsverfahren, das auf den langfristigen Erhalt des Unternehmens abzielt. Dabei bleibt das Management im Amt und wird von Sanierungsspezialisten unterstützt. Marcus Katholing von der PLUTA Management GmbH ist als Sanierungsgeschäftsführer tätig und setzte zuletzt wichtige Restrukturierungsmaßnahmen um. Im Sanierungsteam arbeitet zudem Daniela Jeske. Rechtsanwalt Stefan Warmuth von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH begleitet die insolvenzrechtliche Beratung. Das Amtsgericht Idar-Oberstein bestellte Rechtsanwältin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen zur Sachwalterin, die das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleitet.
Insolvenzplanlösung in Arbeit
Die Verantwortlichen haben den Kaufvertrag bereits unterzeichnet. Die Investorenlösung wird im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt. Das bedeutet: ROFU Kinderland wird gemeinsam mit dem PLUTA Team in den nächsten Wochen einen Insolvenzplan erstellen und strebt damit einen Vergleich mit den Gläubigern an. Mit Annahme des Insolvenzplans durch die Gläubigerversammlung können die Investoren den Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte übernehmen. Dazu wird ein sogenannter Erörterungs- und Abstimmungstermin einberufen, der im Sommer stattfinden soll. Wenn die Gläubiger der Insolvenzplanlösung mehrheitlich zustimmen, kann die Transaktion vollzogen werden und das Verfahren wird anschließend aufgehoben. Geplant ist, dass ROFU Kinderland ab August 2026 wieder eigenständig handeln kann und das Insolvenzverfahren hinter sich lässt.
Die Investorenvereinbarung sieht vor, dass 77 Filialen von ROFU Kinderland fortgeführt werden. Dort sind rund 1.070 Mitarbeiter tätig, die vom Investor übernommen werden. 27 Standorte sind nicht Teil des Erwerberkonzepts. Diese Filialen werden voraussichtlich bis zum Juli einen Räumungsverkauf durchführen, und anschließend werden die Filialen an die Vermieter zurückgegeben. Den 340 Mitarbeitern (mehr als drei Viertel davon sind Teilzeitkräfte und Aushilfen) in den betroffenen Filialen muss leider gekündigt werden. Auch in der Zentrale am Hauptsitz in Hoppstädten- Weiersbach wird es im Rahmen des Erwerberkonzepts einen Personalabbau geben. Insgesamt werden dort 70 der knapp 370 Mitarbeiter übernommen. Das Außenlager in Rammstein mit rund 60 Mitarbeitern wird geschlossen, da hierfür kein Bedarf besteht. Durch die Investorenlösung bleiben also rund 1.140 Arbeitsplätze erhalten.
Sachwalterin Annemarie Dhonau sagt: „Der M&A-Prozess ist trotz enger Zeitschiene und einem schwierigen konjunkturellen Umfeld erfolgreich verlaufen. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten verlief in den vergangenen Monaten sehr gut.“
Erfahrener Investor mit Branchenexpertise
Achim Weniger von der der Kids & Scholl Holding GmbH sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Konzept überzeugen konnten. Wir sehen großes Potenzial, das Unternehmen ROFU weiterzuentwickeln und als wichtigen stationären Marktpartner in der Spielwarenbranche dauerhaft zu positionieren. Mit gezielten Maßnahmen und dem vorgestellten Restrukturierungsplan wollen wir ROFU wieder profitabel machen und in eine positive Zukunft führen. Der Fokus liegt auf effizienten Prozessen und strategischen Partnerschaften, um die Filialen wirtschaftlich zu betreiben. Das traditionsreiche Familienunternehmen mit einem großen Filialnetz bietet tolle Sortimente für Kinder und Familien, umfassende Services und Beratung vor Ort.“
Der Geschäftsbetrieb in den über 100 Filialen von ROFU Kinderland lief in den vergangenen Monaten vollumfänglich weiter. Zudem verbesserte das Unternehmen die Prozesse und arbeitete daran, die Bestands- und Flächensteuerung effizienter zu gestalten und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten zu intensivieren. Auch im eröffneten Verfahren läuft der Geschäftsbetrieb weiter. Die Gehälter der Mitarbeiter werden aus den laufenden Einnahmen bezahlt und alle Fachmärkte bleiben mit ihrem attraktiven Sortiment zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Auch im Online-Shop können die Kunden wie gewohnt ihre Bestellungen aufgeben.
Der ROFU-Geschäftsführer Michael Fuchs wird dem Unternehmen in den kommenden Wochen noch zur Verfügung stehen und nach der geplanten Übertragung an die Investoren verlassen. Geschäftsführer Michael Edl ist bereits Anfang April aus der Geschäftsführung ausgeschieden.
ROFU Kinderland ist der führende Spielwaren- und Babyfachmarkt im Südwesten Deutschlands. Seit über 40 Jahren verkauft das Unternehmen Spielwaren aller bekannten Marken. Kinderbücher, Schulhefte, Bastelsets sowie Puzzle und Gesellschaftsspiele runden das Sortiment ab.
Über ROFU Kinderland:
Das familiengeführte Unternehmen ROFU Kinderland mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach blickt auf 40 Jahre Erfahrung im Spielwarenhandel. Mit mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern Deutschlands und mehr als 20.000 Artikeln hat sich ROFU längst zu einem der führenden Spielwaren-Fachhändler etabliert. Das Sortiment besteht aus Produkten aller bekannten Marken. Zusätzlich führt ROFU ein großes Sortiment an Faschingskostümen und -zubehör für Kinder und Erwachsene sowie Süßwaren. Das umfangreiche Babysortiment rundet die breite Auswahl an Produkten für die ganze Familie ab.
Über PLUTA:
PLUTA hilft Unternehmen in rechtlich und wirtschaftlich herausfordernden Situationen. Wir unterstützen Unternehmen bei der Restrukturierung, bei Transaktionen sowie bei der Sanierung und Fortführung in Krisen oder Insolvenzsituationen. Bei Bedarf übernehmen PLUTA Sanierungsexperten dabei auch Führungsfunktionen in Unternehmen. Seit Gründung 1982 ist PLUTA stetig gewachsen und beschäftigt heute rund 500 Mitarbeiter in Deutschland, Spanien und Italien. Mehr als 290 Kaufleute, Betriebswirte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsjuristen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Ökonomen, Bankfachwirte, Buchhalter, Ingenieure und Fachkräfte für Insolvenzverwaltung, darunter viele mit Mehrfachqualifikationen, sorgen für praktikable, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen. PLUTA gehört zur Spitzengruppe der Restrukturierungsgesellschaften, was Rankings und Auszeichnungen von INDat, JUVE, The Legal 500, Who’s Who Legal, brandeins, Wirtschaftswoche und Focus belegen. Weitere Informationen unter www.pluta.net
Über Schiebe und Collegen:
Schiebe und Collegen ist spezialisiert auf die Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen sowie die Beratung in insolvenz- und wirtschaftsstrafrechtlichen Verfahren. Zudem zählt die Kanzlei seit mehreren Jahren zu den am häufigsten in Unternehmensinsolvenzen bestellten Kanzleien in Deutschland. Mit regionalen Schwerpunkten in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin und Bayern arbeiten mehr als 25 Juristen und insgesamt über 100 Mitarbeitende an zahlreichen Standorten zusammen.
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