Starkes Votum für Standort und Zukunft: Gläubiger stimmen Fortführungskonzept der Privatbrauerei Eichbaum zu
Mannheim, 24. März 2026. Nach einer für alle Beteiligten sehr herausfordernden Zeit hat der Gläubigerausschuss der Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co. KG in seiner Sitzung am 23. März 2026 dem von der Geschäftsführung vorgelegten Fortführungskonzept zugestimmt. Zentraler Bestandteil ist der Einstieg eines Investors, der beabsichtigt, in die Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co. KG zu investieren und im Rahmen eines Asset Deals wesentliche Vermögenswerte der Traditionsbrauerei – insbesondere Marke, Betriebsimmobilie und Produktionsanlagen – zu übernehmen.
Der Beschluss des Ausschusses wurde in der heutigen Gläubigerversammlung einstimmig bestätigt.
Der Gläubigerausschuss hatte sich gestern einverstanden erklärt, dass die Eigenverwaltung sämtliche erforderlichen Schritte zur Umsetzung der Transaktion einleitet. Damit bleibt die Privatbrauerei Eichbaum als starke und profilierte Marke im deutschen Biermarkt erhalten. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen geschaffen, um den Standort in Mannheim nachhaltig weiterzuentwickeln und seine Marktposition langfristig zu sichern.
„Die Entscheidung der Gläubiger ist ein klares Votum für die Zukunft der Privatbrauerei Eichbaum“, sagt Dr. Christoph Glatt von der Kanzlei Schiebe und Kollegen, der als Generalbevollmächtigter die Neuaufstellung im Rahmen der Eigenverwaltung unterstützt. „Jetzt geht es darum, die vereinbarten Maßnahmen strukturiert umzusetzen und die wirtschaftliche Stabilisierung des Unternehmens zu erreichen.“
Mit dem positiven Votum beginnt nun die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen mit dem Ziel, die Brauerei wirtschaftlich stabil aufzustellen, ihre regionale Verwurzelung weiter zu stärken und die Marke als feste Größe im deutschen Biermarkt zu sichern. Dazu zählen strukturelle Anpassungen, operative Neuausrichtungen sowie die Konsolidierung der Produktions- und Vertriebsprozesse. Ein wesentlicher Bestandteil der Neuaufstellung ist eine Anpassung im Personalbereich. Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, ist es erforderlich, die Beschäftigtenzahl deutlich zu reduzieren, um eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die dafür erforderlichen Schritte werden in enger Abstimmung mit den Beteiligten in den kommenden Wochen eingeleitet.
„Wir können den Blick jetzt wieder nach vorn richten. Im Fokus stehen für uns nun die Wiedererlangung unserer wirtschaftlichen Stärke, die Modernisierung unseres traditionsreichen Unternehmens mit seiner über 340-jährigen Geschichte und eine stabile Zukunft für Marke und Betrieb“, sagen die Geschäftsführer Uwe Aichele und Frank Reifel nach der Entscheidung der Gläubigerversammlung. Sie dankten den Gläubigern, den Beschäftigten und dem Betriebsrat für ihr Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit und insbesondere auch den Kunden in Handel und Gastronomie sowie den Endverbrauchern, die der Brauerei in dieser schwierigen Zeit die Treue gehalten haben. Auch Sachwalter Thomas Oberle von der Kanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz begrüßt die Entscheidung: „Der heute beschlossene Weg ist realistisch, tragfähig und im Interesse der Gläubigerinnen und Gläubiger.“
Hintergrund:
Ende Oktober 2025 hatte die Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co. KG einen Sanierungsprozess gestartet, um sich im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens neu aufzustellen. Die Geschäftsführung um Uwe Aichele und Frank Reifel wird dabei unterstützt von Rechtsanwalt Dr. Christoph Glatt von der Kanzlei Schiebe und Kollegen und dem gerichtlich bestellten Sachwalter Thomas Oberle von der Kanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz. Im Verfahrensverlauf hatte der Gläubigerausschuss mehrere Konzepte intensiv geprüft und bewertet.
Medienkontakt
Linn Ann Schubert, Telefon: 0621 3370-373, linn.schubert@eichbaum.de
Weitere Informationen der Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co. KG auf www.eichbaum.de



